Bilder von Kelkel J.
Bilder von Kelkel J.

Gartenordnung

  

für die Kleingartenanlagen der Stadt Bad Kreuznach

 

 

 Präambel


Aufgrund der Ermächtigung im Generalpachtvertrag

  

zwischen der Stadt Bad Kreuznach 

 

und dem Stadtverband Bad Kreuznach der

 

Kleingärtner e. V. wird unter der fachlichen Beteiligung des  

 

Vorstandes des Stadtverbandes, des städtischen 

 

 Grünflächen- und Umweltamtes und des nachfolgende

 

Gartenordnung erlassen.  
 

Diese Gartenordnung dient dazu, die Rechte und 

 

Pflichten jedes einzelnen Vereinsmitgliedes zu regeln.  

  

 

§1 

 

Kleingärtnerische Nutzung 

 

 

 Der Kleingärtner darf nicht einseitige Kulturen

 

anbauen. Der Anbau dient nur zur Eigenversorgung. 

 

Kleingärtnerische Nutzung ist nur dann gegeben,

 

wenn  der Garten mindestens zu einem Drittel mit

 

Gemüse, Kartoffeln und Obst bebaut sind. 

 



 Der Kleingärtner hat bei den Anpflanzungen auf die 

 

Kulturen seiner Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Das

 

Anpflanzen von Waldbäumen (z. B. allen Arten von  

 

Nadelbäumen, Weiden, Pappeln, Walnuss, höheren  

 

Zierbäumen) ist nicht gestattet.  

 

Halbstämmige Obstbäume sind erlaubt.  
 

Äste und Zweige, die störend oder schädigend in die  

 

Nachbargärten oder Gartenwege hineinragen, sind zu

 

beseitigen. 

 

 Beerensträucher müssen mindestens 50 cm von

 

dem Nachbargrundstück entfernt sein. Pflanzabfälle,

 

 Obstreste und dergleichen sind für

 

die ordnungsgernäße Kompostierung

 

zu verwenden.

 

 

Veränderungen der inneren

 

Kleingartenabgrenzungen  dürfen nur nach

 

Zustimmung des Liegenschaftsamtes

 

der Stadt Bad Kreuznach vorgenommen werden.

 

Die Nutzung des Kleingartens und der Laube zu 

 

gewerblichen oder Wohnzwecken ist nicht gestattet. 

 

 

§2 

 

Einfriedungen





Betonpfähle und Stacheldraht bis zu einer Höhe von 

 

2,20 m sind nur bei Außenzäunen zulässig. Außer 

 

Hecken sind keine weiteren Abgrenzungen zulässig. 

 

Hecken innerhalb der Gartenanlage dürfen die Höhe

 

von 1,50 m nicht überschreiten und dürfen nicht zur 

 

Abgrenzung zum Nachbarn dienen. 

 

Heckenbögen über Gartenpforten sind zulässig, ebenso 

 

Hecken von einer Höhe bis 1,40 m (gemessen vom 

 

Wegeniveau aus) entlang der Zugangswege. Die 

 

erforderlichen Pflegemaßnahmen sind

 

ordnungsgemäß durchzuführen. 

 

Auf den notwendigen Vogelschutz ist dabei zu

 

achten. 

 

Abgrenzungen zum Nachbargarten durch lebende 

 

Hecken sind nicht gestattet. 

 

Abgrenzungen bis zu einer Höhe von 1,00 m mit 

 

engmaschigem Drahtgeflecht sind jedoch möglich. 

 

Entsprechende Stützpfosten müssen in ihren 

 

Abmessungen der geringen Zaunhöhe angepasst

 

sein. 

 

Sichtschutz bestehend aus Folien, Matten oder 

 

Lamellenzaun sind nicht gestattet.

 

  

§3

 

 Schädlingsbekämpfung, Vogelschutz und 

 

umweltschützende Maßnahmen 

 

 

Bei der Durchführung von Pflanzenschutzmaßnahmen 

 

sind nur umweltschonende Mittel zu verwenden. 

 

Sie sind nur im äußersten Notfall anzuwenden. Der 

 

Gebrauch von Unkrautvernichtungsmitteln ist in 

 

Kleingärten nicht statthaft.
 

 
Der Kleingärtner hat, unabhängig von einer sich

 

bereits aus den Gesetzen und Verordnungen

 

ergebenden Verpflichtung, Pflanzenkrankheiten und

 

Schädlinge zu bekämpfen. 
 

 

Für ausreichenden Vogelschutz ist zu sorgen. 

 

Pflanzliche Abfälle sollen kompostiert und die 

 

organische Substanz dem Boden zugeführt werden,

 

so dass eine mineralische Düngung der Gartenfläche 

 

weitgehend überflüssig wird. Die Kompostanlage

 

sollte vor Einsicht geschützt sein und nicht zur Belästigung 

 

anderer führen. 

 

Unrat und Gerümpelablagerungen im Kleingarten

 

sind nicht erlaubt.

 

 

Das Verbrennen im Freien ist verboten. 

 

 

§4 

 

Bebauung 

 

 
Art und Umfang der baulichen Nutzung ergeben sich

 

aus dem Generalpachtvertrag, dem Bundeskleingartengesetz

 

 und den genehmigten Bauplänen. Bauliche Veränderungen

 

sind ebenfalls genehmigungspflichtig. 
 

Gartenlauben und überdachte Freisitze dürfen gemäß 

 

Bundeskleingartengesetz und Generalpachtvertrag der

 

Stadt Bad Kreuznach eine Größe von insgesamt 

 

25 qm (Laube 15 qm, Freisitz 10 qm) Grundfläche

 

nicht überschreiten. 

 

Freisitze: Die Hälfte der geschlossenen Fläche muss 

 

durchsichtig und beweglich sein (2 Seiten) und 

 

herausnehmbar. 

 

Ein Anbau für Geräte an der Rückseite der Laube mit 

 

einer Breite bis zu 1,00 m an einer Schmalseite mit

 

einer Breite bis zu 1,60 m im Stil der Laube wird 

 

geduldet. Dieser Anbau ist nicht Gegenstand der 

 

besonderen Wertschätzung beim Wechsel des Pächters.

 

Separate Gerätehäuschen sind nicht erlaubt. 

 

Ein Treibhaus aus Glas oder Kunstglas mit einer 

 

Grundfläche bis zu 6 qm auf losem Untergrund ohne

 

Strom- und Wasseranschluss ist erlaubt.

 

Das Treibhaus ist ausschließlich zur Pflanzenaufzucht zu

 

benutzen. 

 

 

Folienhäuser sind verboten.
 

 
Überdachung zum Schutz der Bepflanzung (z. B. 

 

Tomaten) sind bis zu 10 qm und 1,80 m Höhe zulässig

 

(aber genehmigungspflichtig). 

 



Toiletten sind nicht gestattet, ausgenommen 

 

Campingtoiletten (Chemietoiletten). Die Entsorgung

 

darf nicht innerhalb des Gartengeländes

 

vorgenommen werden. 

 

Das Aufstellen von Partyzelten (Pavillons) ist nur von 

 

April bis Septembererlaubt. 

 

Schwimmbäder, ob beweglich oder unbeweglich, sind 

 

grundsätzlich verboten. Kinderplanschbecken zum Aufblasen

 

und bis zu einer mögliche Wassertiefen von 0,40 m sind

 

erlaubt. 
 

 

Eine offene oder geschlossene Feuerstelle an oder in 

 

der Laube ist verboten. 

 



 

§5 

 

Tierhaltung 

 

 

Kleinvögel als Ziervögel und Kaninchen

 

(bis zu 5 Stück)sind bei artgerechter Haltung erlaubt.

 

Es ist die Genehmigung des Vorstandes einzuholen.
 

 

  

Mitgeführte Hunde sind an der Leine zu führen. 

 

 

Hundehalter werden für die Verunreinigungen der

 

Gehwege durch ihre Hunde haftbar gemacht. 
 

 

Die Tierhalter haften für jeden Schaden, der durch

 

Ihre Tiere verursacht wird § 833 Bürgerliches

 

Gesetzbuch (BGB) gilt entsprechend.
 

 

 

 §6 

 

Fachberatung 

 

 

Der Pächter ist gehalten, in allen gärtnerischen  

 

Belangen die Fachberater anzusprechen und sich

 

deren Erfahrungen und Ratschläge zu Nutze zu machen. 

 

Der Kleingärtner sollte an den fachlichen 

 

Schulungsveranstaltungen seines Vereins und des 

 

Stadtverbandes Bad Kreuznach der Kleingärtner e. V. 

 

teilnehmen. Er ist verpflichtet, die verbandseigene 

 

Fachzeitschrift zu beziehen. 

 

 

 §7 

 

Wege und Gemeinschaftsanlagen 

 

 



Die Pflege und Instandhaltung der an die innerhalb

 

der Kleingartenanlage grenzenden Flächen wie

 

Wege, Hecken obliegt dem Pächter, sofern nicht im

 

Einzelfall besondere Vereinbarungen getroffen

 

worden sind.
 

 
Die Lagerung von Materialien außerhalb des Gartens 

 

darf nicht zur Behinderung anderer führen und ist

 

daher nur bis zu einer Dauer von höchstens 24

 

Stunden unter Beachtung der üblichen

 

Sicherheitsvorschriften gestattet.

 

 
Das Befahren der Wege mit Kraftfahrzeugen aller Art 

 

innerhalb der Kleingartenanlage ist grundsätzlich 

 

verboten. 

 

In Ausnahmefällen ist eine Genehmigung des 

 

Vorstandes einzuholen. 

 

Rad fahren für Kinder bis 8 Jahre ist erlaubt. 

 

Eltern haften für ihre Kinder.

 

 
§8

 

Gemeinschaftsarbeit

 

 
Gemeinschaftsarbeit ist Pflicht. Sie soll in erster Linie 

 

der Errichtung und Erhaltung der

 

Gemeinschaftsanlagen 

 

und ihrer Ausgestaltung dienen. Bei Verhinderung

 

durch Krankheit oder aus sonstigen Gründen ist für

 

eine Ersatzkraft zu sorgen. Es ist auch ein finanzieller 

 

Abgleich möglich. 

 

Werden beide Möglichkeiten verweigert, ist eine 

 

Kündigung durch den Verpächter möglich.

 

 
§9

 

Ruhe und Ordnung

 

 
Der Pächter ist verpflichtet, auf Einhaltung von Ruhe, 

 

Ordnung und Sicherheit für sich, 

 

seine Angehörigen und seine Gäste zu achten.

 

Eine den Nachbarn belästigende und den

 

Erholungswert beeinträchtigende

 

Geruchsverursachung ist verboten. 

 

Geräuschverbreitende Gartengeräte können

 

ganzjährig 

 

 

von montags bis freitags

 

von 8 -13 Uhr und von 15 -20Uhr 

 

und samstags

 

von 8 -13 Uhr und 15 -18 Uhr 

 

 

 



benutzt werden. Einschränkungen bleiben dem 

 

Verpächter im Bedarfsfall vorbehalten. 

 

Das Instandsetzen, Waschen und Pflegen von 

 

Kraftfahrzeugen ist innerhalb der Kleingartenanlage 

 

nicht gestattet. 

 

Zum Parken von Kraftfahrzeugen sind nur die vom 

 

Verpächter bezeichneten Plätze oder öffentliche 

 

Parkplätze zu benutzen. 

 

Das Aufstellen von Wohnwagen und Pkw-Anhängern 

 

innerhalb des Kleingartens ist verboten. 

 

Bei Streitigkeiten (körperlichen oder verbalen 

 

Auseinandersetzungen) kann das Pachtverhältnis mit

 

sofortiger Wirkung aufgelöst werden.
 
 

 
§ 10

 

Elektrischer Stromanschluss

 

 
Stromanschlüsse sind grundsätzlich erlaubt. Als 

 

Alternative ist eine auf das Laubendach montierbare 

 

Solaranlage möglich. Solaranlagen sind erlaubt. 

 

Bei einer Schätzung bei Pächterwechsel werden

 

weder Elektro- noch Solaranlagen bewertet.

 

 

§11

 

Verstöße 

 

 

Verstöße gegen diese Gartenordnung, die nach 

 

schriftlicher Abmahnung mit angemessener

 

Fristsetzung des Verpächters nichtbehoben oder

 

nichtunterlassen werden, sind Verletzungen des

 

Pachtvertrages und können wegen vertragswidrigen

 

Verhaltens zur Kündigung des Pachtvertrages führen.
 

 

 
Es können Schadensersatzforderungen gestellt

 

werden.

 

 
Bad Kreuznach, den 01. März 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

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